Über uns

Das Querbeet Gemüse

Freilandkultur(en)

Wir bauen 12 Hektar Gemüse im Freiland an. Ob auf feinkörnigem Löss im Kaiserstuhl oder auf sandigem Lehm in der Dreisamtalebene – unser Gemüse wächst größtenteils auf Böden, die seit über 60 Jahren biologisch-dynamisch bewirtschaftet werden. Zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit säen wir auf einem Drittel unserer Flächen Kleegras. Kleegras bringt Stickstoff in den Boden, regeneriert die Bodenstruktur und ist Grundfutter für die Kühe unseres Partnerbetriebs Breitenwegerhof . Den Mist aus dem Stall bringen wir – im Sinn einer Kreislaufwirtschaft – wiederum auf unseren Flächen aus. Unsere Hauptkulturen im Freiland sind Möhren, Kartoffeln, Lauch, Kohl, Spinat, Salate – im Winter überwiegend Feldsalat. Je nach Jahreszeit wachsen aber zahlreiche weitere Gemüse auf unseren Feldern: von Artischocken bis Zucchini alles, was Herz und Bauch begehren!

Gewächshauspflänzchen mit Charakter

Ein Gewächshaus und zwei Folientunnel ermöglichen uns auf 3000 Quadratmetern einen geschützten Anbau. Das Gewächshaus betreiben wir als Kalthaus, das heißt, wir heizen nur bei extremem Frost. Dieses System ist ressourceneffizient und setzt die Pflanzen verstärkt der Witterung aus. Auf diese Weise entstehen besonders vitale Lebensmittel. Unsere Tomaten, Gurken, Auberginen, Paprika & Co. sind Gewächshauspflänzchen mit Charakter!


Demeter: Biologisch-dynamische Wirtschaftsweise

logoWir arbeiten nach den Richtlinien des Demeter Verbandes. Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ist eine besonders nachhaltige Form der Landwirtschaft. Ihre Grundpfeiler sind die Kreislaufwirtschaft und das harmonische Zusammenwirken von Mensch, Pflanze, Tier und Boden. Charakteristisch für die Demeter-Landwirtschaft sind Präparate. Das sind vitalisierende Zubereitungen aus pflanzlichen, mineralischen und tierischen Stoffen. Sie fördern die Qualität und das Wachstum der Pflanzen und die Bodenfruchtbarkeit. Auf das soziale Miteinander wird ebenfalls großen Wert gelegt.

Interview mit Jannis Zentler über die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise

auf dem Loretto Markt in der Wiehre


Eichstetten: das Gemüsedorf am Kaiserstuhl

Eichstetten ist ein privilegierter Standort für den Gemüsebau. Der feinkörnige Lössboden des Kaiserstuhls kann Wasser gut speichern. Der sandige Lehm in der Flussebene ist besonders fruchtbar. Zudem ist genügend Grundwasser zur Bewässerung vorhanden. Eichstetten liegt in der wärmsten Gegend Deutschlands – mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 10,2 Grad. Die Sommer sind heiß und die Winter relativ mild. In der Vergangenheit konnte man auch von einer ordentlichen Niederschlagsverteilung sprechen – ein Aspekt, der mit den zunehmenden trockenen Hitzesommern vermutlich revidiert werden muss.

Blick über die Landschaft

Das Querbeet Team

Von den Auszubildenden bis zur Gärtnermeisterin, von der Hofladnerin bis zum Marktgänger, von der Praktikantin bis zum Betriebsleiter: wir sind ein querbeet gutes Team.

Wir lieben das Draußen-Sein bei Wind und Wetter und die abwechslungsreiche Arbeit im Jahreslauf. Wir lieben das Pikieren im Frühling, das Tomatenwickeln im Sommer, das Möhren roden im Herbst und das Pflügen im Winter. Wir lieben den frühmorgendlichen Tau beim Ernten und das Traktorfahren bei Sonnenuntergang. Wir lieben es, unser eigenes Essen zu produzieren und mit unserem Gemüse viele Menschen glücklich zu machen. Wir lieben die wetter- und wirtschaftsbedingten Herausforderungen und damit verbunden die Chance, Dinge neu zu denken. Wir lieben das Arbeiten in guter Gesellschaft und dass wir abends nicht mehr ins Fitnessstudio müssen (und trotzdem muskulöse Oberarme haben). Wir lieben es, respektvoll mit unserer Umgebung umzugehen und die Welt dadurch ein klein wenig besser zu machen. Wir lieben unseren Beruf, weil es sich richtig anfühlt.

Unser Team, das sind:

Passen Sie zu uns? Momentan haben wir keine Stelle ausgeschrieben. Bei Interesse an einer Lehrstelle oder Mitarbeit dürfen Sie uns aber gerne per Email eine Bewerbung zuschicken mit Lebenslauf, Motivationsschreiben und Zeugnissen.


Unsere Geschichte

Jannis Zentler bewirtschaftet Querbeet mit seinem Team seit 2010. Die Geschichte des Demeterhofs reicht jedoch viel weiter zurück. Mehrere Generationen lang führte die Familie Hiß den Hof. Neben Gemüse bauten sie Getreide, Obst und Wein an – bis 1920 gehörte gar ein Gasthaus zum Betrieb. Die ursprüngliche Hofstelle befand sich im Eichstetter Oberdorf, an der Hauptstraße 140.

1953 stellte die Familie Hiß den Betrieb auf die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise um. Karl Hiß hatte während seiner Zeit als Kriegsgefangener in England die Ideen des ökologischen Landbaus kennengelernt. 1956 erhielt der Betrieb die Demeter-Anerkennung. Unsere Böden werden also seit mehr als 60 Jahren biologisch-dynamisch bewirtschaftet!

Gewächshausbau
Christian Hiß

Mit der Betriebsübernahme von Christian und Andrea Hiß im Jahr 1988 gewann der Gemüseanbau an Bedeutung. 1995 bauten sie die Gärtnerei mit Gewächshaus am heutigen Standort in der Bahlingerstraße. Zwei Jahre später einen neuen Stall für Milchkühe – den heutigen Breitenwegerhof, mit dem wir nach wie vor eng zusammenarbeiten.

2006 gründete Christian Hiß die Regionalwert AG . Der Demeterhof Hiß ging in das Eigentum dieser Bürgeraktiengesellschaft über, die sich für die Stärkung einer sozial-ökologisch nachhaltigen Regionalentwicklung einsetzt. Die Bewirtschaftung übernahmen Gerd und Annette Feldmann, ab 2010 stieg Jannis Zentler als Betriebsleiter ein. Seit 2016 leitet er Querbeet in alleiniger Verantwortung.